Non scholae, sed vitae discimus!

„Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir!“ Dieses „umgekehrte“ Zitat Senecas beinhaltet zwei sehr wichtige Punkte für unsere Zeit:

  • Eine Aufforderung an Schulen und sonstige Lehranstalten, ihre Schüler auf das Leben vorzubereiten! Das kommt in einigen wichtigen Bereichen wie beispielsweise den sozialen und emotionalen Kompetenzen noch immer zu kurz.
  • Wenn wir für das Leben lernen, lernen wir auch ein Leben lang. Ausbildung, einen Job auf Lebenszeit und dann die wohlverdiente Rente – das funktioniert heute nicht mehr.
Lebenslanges Lernen…

… ist keine Zukunftsvision mehr, es ist eine Notwendigkeit geworden. Unsere Arbeitswelt ist durch die demographische Entwicklung, den rasanten technischen Fortschritt und die zunehmende Globalisierung schneller, der Druck größer und die Anforderungen an jeden Einzelnen von uns höher geworden. Aufgabengebiete und Tätigkeiten innerhalb eines Unternehmens ändern sich rasend schnell. Verlangt wird vor allem eins: Flexibilität!

Kaum ein Arbeitnehmer, kaum eine Führungskraft kann sich der sogenannten „Anpassungsfortbildung“ entziehen. Sie gehört, gerade für die Generation Y, zum beruflichen Alltag. Wer allerdings auf der Karriereleiter nach oben möchte, muss sich darüber hinaus auch für die eigene Karriere weiterbilden. Karriere und Weiterbildung gehen somit Hand in Hand.

Die Bereitschaft sich weiterzubilden hat zugenommen. Knapp dreiviertel aller Beschäftigten sind an Fortbildungen interessiert. Im Job auf dem Laufenden zu bleiben oder etwas völlig Neues zu lernen ist sogar „in“ und bietet einige Vorteile.

  • Weiterbildung kann größere Arbeitsplatzsicherheit bedeuten.
  • Neues Wissen und Know-how stärkt das Selbstbewusstsein und unterstützt die persönliche Weiterentwicklung.
  • Neue Möglichkeiten innerhalb des eigenen Unternehmens können sich eröffnen – sei es die Chance auf Beförderung oder auf mehr Gehalt.
  • Weiterbildung steigert den eigenen Wert auf dem Arbeitsmarkt.

Wer nach einer Weiterbildung über eine Gehaltserhöhung verhandelt oder sich für die nächste Stufe auf der Karriereleiter bewirbt, hat schlicht die besseren Argumente. Auch für Beschäftigte in schwierigen Situationen, für Wieder- und Quereinsteiger z.B. nach Elternzeit oder auch für Arbeitssuchende kann eine passende Weiterbildung von großer Bedeutung und Vorteil sein.

Wer immer das Gleiche tut, darf nicht erwarten, dass etwas Außergewöhnliches passiert!

Neben dem notwendigen Fachwissen, das zum Großteil durch Inhouse-Schulungen, Jobrotation, Arbeitskreise, Meetings und Informationsveranstaltungen unterschiedlichster Art „Up-to-Date“ gehalten wird, steigen die Anforderungen – vor allem bei Führungskräften – im Bereich der Softskills stark an. Neben der Fach- und Methodenkompetenz stehen hier eine Vielzahl sozialer und emotionaler Kompetenzen im Fokus. Vorbild, Visionär, Praktiker, Diagnostiker, Konzeptentwickler, Konfliktmanager, Gestalter, Lenker und Topentscheider sollen sie sein. Sie sollen ihre Mitarbeiter fordern und fördern, eine gesunde Team- und Kommunikationskultur entwickeln, und die Work-Life-Balance etablieren. Auf diese „weichen Faktoren“ bereitet kaum eine Ausbildung vor! Das ist Sache des späteren „Learning-by-doing“ und der spezifischen Fort- und Weiterbildung für (Nachwuchs)-Führungskräfte.

„Nur durch neue Impulse sind wir in der Lage, Strukturen und Abläufe zu hinterfragen, unsere Blickrichtung zu ändern und schließlich auch neue Wege zu gehen!“ (MK)

Der Weiterbildungsmarkt ist groß, fast unüberschaubar. Mehr als 2 Millionen Kursangebote und unzählige Anbieter tummeln sich dort. Vergleiche sind (fast) unmöglich, da nicht nur Inhalte, sondern auch Art und Weise der Wissensvermittlung eine Rolle für jeden Einzelnen spielen.

Bei großen Unternehmen existieren meist Kooperationen und feste Strukturen in denen die Weiterbildung des Nachwuchses aufgehängt und beschrieben ist. Bei kleineren Unternehmen gibt es oftmals keine Kooperationspartner oder funktionierende Personalentwicklung. Spätestens hier stellen sich dem jeweiligen Kandidaten dann Fragen:

  • Was möchte ich eigentlich?
  • Welche Inhalte passen zu mir, meinen Anforderungen und zu meiner Situation?
  • Welche Form passt zu meinen Voraussetzungen und zu meinen Zielen?
Fazit

Wer vor der Entscheidung steht, viel Geld für eine Fort- oder Weiterbildung auszugeben, sollte vorher in sich gehen und eine gründliche Selbsteinschätzung erstellen. Natürlich kann man sich auch beraten lassen. Es gibt unabhängige Berater und Organisationen, die einen fundierten Marktüberblick und Erfahrung haben. Wer seine Möglichkeiten, Wünsche und Fähigkeiten kennt, erspart sich unnötige Kosten, die eine oder andere herbe Enttäuschung und hat auch noch Spaß.

Darüber hinaus sollte man sich natürlich auch über die zeitliche Gestaltung – berufsbegleitend abends, am Wochenende, Vollzeit, eventuell in Verbindung mit Bildungsurlaub – und auch über die Finanzierung Gedanken machen. Neben dem Eigenanteil und einem eventuellen Zuschuss vom Chef, gibt es regionale und bundesweite Förderungen. Je nach Angebot können diese Zuschüsse, wenn man die nötigen Voraussetzungen erfüllt, bei bis zu 60% der Kosten einer Weiterbildung liegen.

Bei Fragen sprechen Sie mich gerne an!

Die Lust am und aufs Lernen kann Ihren Karriereturbo zünden, die richtigen Zusatzqualifikationen können Ihrem beruflichen Aufstieg neuen Schwung und Ihrem Selbstbewusstsein Flügel verleihen.

Weiterbildung lohnt sich, unabhängig vom Alter, für Jeden!

Legen Sie los, ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Veröffentlicht unter Entwicklung
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